| Geschichte des Vereins |
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War bereits in den 1970er Jahren die Seniorenpolitik ein politischer Dauerbrenner, hat das Thema bis heute nichts an seiner Brisanz eingebüßt. Menschen werden heute älter und die Zahl der Pflegebedürftigen steigt. Dennoch handelt es sich bei den hilfebedürftigen Senioren im Vergleich zu ihrer Gesamtzahl um eine Minderheit. Viele sind gesundheitlich fit und benötigen lediglich Erleichterungen im Alltag. Steigende Lebenserwartung, unsichere Renten und zunehmender Subventionsabbau in der Altenfürsorge scheinen ein würdevolles Altern unmöglich werden zu lassen.
Nur wenig kümmerte man sich um die Belange älterer Bürger. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) bot für ehemalige Kollegen bunte Nachmittage und ähnliche Veranstaltungen an. Es begann in der Waldschänke im Bürgerpark – später Park-Hotel – zog wegen Platzmangels schnell in den Columbus-Bahnhof, wohin regelmäßig 1.500 bis 2.000 Gäste kamen. Als Günter Lemke Stadtrat wurde, sprachen ihn viele ältere Menschen an, ob nicht mehr für Senioren getan werden könnte. Mit dem Angebot anderer Anbieter war man unzufrieden. So sah Günter Lemke 1975 Handlungsbedarf und gründete eine Kommission „Alter ohne Angst“. In der SPD-Fraktion wurde viel über das Thema diskutiert. Werner Lenz setzte sich entschieden dafür ein, „auch den weniger begüterten Menschen die Möglichkeit [zu] geben, ruhig, sicher und zufrieden, in der Gewissheit der Fürsorge der Mitmenschen ihren Lebensabend – angemessen unserer gesellschaftlichen Errungenschaften – zu verbringen“. Er vertrat ein Konzept der Rund-Um-Fürsorge, dem der damalige Leiter des Sozialamtes Heinrich Thiele entgegen stand. Man solle ältere Menschen so lange es möglich ist, in ihrer gewohnten Umgebung lassen – sie aber besser in das gesellschaftliche Leben integrieren, meinte Thiele. Am Ende langer Diskussionen setzte er sich gegen Lenz durch.
Die erste Veranstaltung bot Blasmusik im Parkhaus Speckenbüttel. Bald darauf konnten mittels Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) ältere Menschen zum Einkaufen gefahren, Medikamente abgeholt oder auch mal Gardinen gewaschen werden. Weil viele Senioren auch mal vereisen wollten, initiierte man eine Urlaubsreise nach Garmisch-Partenkirchen. Für die 350 Teilnehmer musste ein Sonderzug gemietet werden. Bereits ein Jahr später meldeten sich 500 Senioren für eine Reise an.
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