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08 | 02 | 2012
Unsere Ziele Drucken

 „Besondere Aufgabe der Eingliederungshilfe ist es, eine drohende Behinderung zu verhüten oder eine Behinderung oder deren Folgen zu beseitigen oder zu mildern und die behinderten Menschen in die Gesellschaft einzugliedern. Hierzu gehört insbesondere, den behinderten Menschen die Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen oder zu erleichtern, ihnen die Ausübung eines angemessenen Berufs oder einer sonstigen angemessenen Tätigkeit zu ermöglichen oder sie so weit wie möglich unabhängig von Pflege zu machen“ (§ 53 (3) SGB XII).

Unsere Betreuungsmaßnahmen verfolgen das Ziel:

  • die Ausgliederung von psychisch Kranken aus dem allgemeinen Leben zu verhindern

  • und/oder ihre Wiedereingliederung zu erleichtern.

Das Betreute Wohnen des BEW versteht sich in erster Linie als Hilfe zur Selbsthilfe zu einer eigenständigen Lebensführung, der sozialen Eingliederung und Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft im Sinne der gemeindenahen Psychiatrie. Dabei werden die vorhandenen individuellen Ressourcen der jeweiligen KlientInnen gefördert und die gegebenen Einschränkungen durch die psychischen Erkrankungen berück­sich­tigt.

Unter Berücksichtigung der Herkunft, Defizite und Ressourcen ist es unsere Aufgabe zusammen mit dem hilfesuchenden Menschen einen Lebensentwurf zu gestalten, der ihn befähigt am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.  Wenn nötig, unterstützen wir ihn dabei.

Betreutes Wohnen bedeutet: Die KlientInnen soweit wie möglich zu befähigen

  • ihr Leben in weitgehender Autonomie zu gestalten und zu planen,

  • vorhandene Ressourcen zu erkennen, zu stärken und auszubauen

  • sowie verschüttete Ressourcen freizulegen.

Zwischen dem Wahrnehmen und dem Handeln liegt das Erkennen der Person mit seinem bisherigen Lebensentwurf. Wichtig ist dabei, die haltenden und stützenden Personen, wie Angehörige, Partner, Freunde etc. mit einzubeziehen.

Wichtig ist auch

  • Welcher Lebensstil wurde gelebt, welcher Lebensrhythmus lag zugrunde?

  • Was kann zur Gesundung helfen?

  • Welchen krankmachenden Einflüssen ist der Klient ausgesetzt?

  • Kann der hilfesuchende Mensch erkennen, was er benötigt, kann er Hilfsmöglichkeiten benennen?

Unser Klient steht im Mittelpunkt. Er setzt mit unseren Mitarbeitern die Schwerpunkte in der täglichen Arbeit. Werden ihm seine Probleme bewusst, können Handlungsalternativen gegeben werden. Darüber hinaus erarbeiten die Mitarbeiter im Team oder mit anderen Fachdiensten weitere Angebote, die ihn zur selbständigen Lebensweise führen können. Hier geht es um die Einbeziehung aller, die im Betreuungskonzept einen stabilisierenden Einfluss nehmen und Angebote, Maßnahmen benennen können.

Aus dem Benennen wird nun ein Handeln mit den KlientInnen, MitarbeiterInnen und allen Personen, die zu einem Gesundungsprozess hilfreich sein können. D. h. auch Netzwerke mit anderen Institutionen herstellen, um ein breitgefächertes, zielgerichtetes Angebot vorlegen zu können.

Denn jedes Handeln richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen!

Es ist ein zirkulärer Prozess, der vor jedem Handeln auch nach seiner Berechtigung fragt.

Die vielfältigen Ausgangsbedingungen und unterschiedlichen Entwicklungsmöglichkeiten der einzelnen KlientInnen erfordern sehr differenzierte Zielformulierungen:

• Aufbau einer tragfähigen Beziehung
• Förderung persönlicher Entwicklung, Selbstständigkeit und Eigenverantwortung
• Weiterentwicklung sozialer Kompetenzen und lebenspraktischer Fähigkeiten und
  Fertigkeiten
• Bewältigung von Konflikt- und Krisensituationen
• Steigerung von Belastbarkeit und Durchhaltevermögen
• Entwicklung einer angemessenen Tagesstruktur und/oder einer beruflichen
  Perspektive
• Lebenskontinuität durch Erhaltung der gewohnten Wohn- und Lebensstrukturen
• Vermeidung sozialer Isolation
• Steigerung der Beziehungsfähigkeit durch Beziehungskontinuität im
  Betreuungskontext
• Akzeptanz der eigenen Erkrankung und Biographie bei realistischer
  Selbsteinschätzung
• Bewältigung von behinderungs-, alters- und krankheitsbedingten Abbauprozessen
• Stabilisierung der physischen und psychischen Gesundheit
• Entwicklung und Steigerung von Selbstwertgefühl und positiver Körperwahrnehmung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
News
Neue Reisetermine für 2012 stehen fest!

Tolle Reisen mit einzigartigen Erlebnissen.

Unsere Reiseangebote für das gesamte Jahr 2012: Schauen Sie doch einfach mal bei unseren Reiseangeboten vorbei und überzeugen sich von der Vielfalt unserer Leistungen.

Unser nächstes Angehörigentreffen:

Donnerstag, 01. März 2012, ab 17 Uhr

Thema: Pflegeversicherung - Wer hat Anspruch? Was kann ich beantragen?

Referentin: Petra Wendt, Pflegedienstleiterin beim BEW

 Ort: Restaurant "Haus am Blink", Adolf-Butenandt-Str. 7

 

Informationen zu weiteren Veranstaltungen finden Sie hier.

Unsere aktuellen Stellenangebote finden Sie hier.

Appetit? Hier geht es zu den Speisekarten unserer Gastronomien.